Gedenkfeier in Wunsiedel

| von Gisa Herrenkind

Nachdem der von dem Rechtsextremisten Christian Bärthel für den 13.08.2011 angemeldete Gedenkgottesdienst für Rudolf Heß auf dem Wunsiedler Marktplatz durch die Stadt verboten wurde, hielten etwa 20 vorwiegend ältere Personen an diesem Tag eine Gedenkfeier auf dem Katharinenberg, dem Hausberg Wunsiedels, ab.

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Nach Anrücken der Polizei wurde die Veranstaltung abgebrochen und die Polizei stellte die Personalien fest. Neben Christian Bärthel war die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck Wortführerin bei den Rechten.

Die mit mehreren Privatfahrzeugen angereisten Rechtsextremen kamen aus den Landkreisen Herford und Soest in Nordrhein-Westfalen sowie aus der Stadt Gera. Im Anschluss provozierte der „Evangelist“ Bärthel am Marktplatz mit einem nicht genehmigten Infostand einen Platzverweis, den er sich im Anschluss von der Polizei schriftlich geben ließ.
Der Rest der inzwischen ziemlich zersplitterten Gruppe versuchte nun den Wunsiedler Friedhof zu besuchen. Jedoch machte hier die Kirche ihr Hausrecht geltend.