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RedaktionDas Redaktionsteam von Endstation Rechts. Bayern.

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Die NPD hat es nicht leicht. Finanzprobleme, weil ihre Kader die Rechenschaftsberichte nicht korrekt ausfüllen können oder sich in Parteikassen bedienen. Ständig neue Verfahren gegen die „Macher“ sowie eine vorbestrafte mittlere Funktionärsebene. Dann der öffentlich ausgetragene Streit um die Ex-Pornodarstellerin Ina Groll, in dem sich exemplarisch die „alten“ Denkmuster der Neonazi-Ideologie zeigen: Wer „Rassenschande“ betreibt, muss bestraft werden. Bundesvize Karl Richter glaubt nun, einen weiteren Grund für die Erfolglosigkeit ausgemacht zu haben: Die Weigerung von Teilen des „nationalen Widerstandes“, eine Zahnbürste zu benutzen.

Vor zwei Wochen hat der bayerische Innenminister das neonazistische Kameradschaftsnetzwerk Freies Netz Süd (FNS) verboten. Er stützt das Verbot auch auf die Wesensverwandtschaft der Organisation mit dem historischen Nationalsozialismus. Das verwundert nicht, wenn man bedenkt, wie offen sich die Akteure bildlich und sprachlich bei den Nazis bedienten und dem Dritten Reich huldigten. In der Partei „Der Dritte Weg“ führen sie das nahtlos fort. Eine Zusammenstellung ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Was tun gegen Neonazis? Das bayerische Handlungskonzept gegen Rechtsextremismus steht in der Kritik, weil es zu sehr auf den Geheimdienst setzt und zu wenig auf das Engagement der Bürgerinnen und Bürger.

Am 24.5., einen Tag vor den Europawahlen, begeht die NPD wieder ihren alljährlichen Bayerntag. Als Ort wurde die mittelfränkische Stadt Scheinfeld gewählt. Im Anschluss an das Fest lädt das Team des neonazistischen Internetzprojekts fsn-TV zum Rechtsrockkonzert in die Halle, die schon einmal für ein Konzert mit angeblich etwa 1.000 Besuchern diente.

Übersicht über die geplanten Gegenproteste.