Nachrichten aus Oberbayern

Kundgebung des FNS in Burgkirchen
Kundgebung des FNS in Burgkirchen

Rund 20 Neonazis aus den Reihen der NPD, des „Freien Netz Süd“ (FNS) und des „Nationalen Bündnis Niederbayern“ (NBN) fanden sich am Samstag, den 28. April, zu einer von Martin Wiese angemeldeten Kundgebung im oberbayerischen Burgkirchen ein. Dagegen formierte sich breiter Widerstand: Über 150 Bürger protestieren unweit des Kundgebungsorts der Nazis gegen die rechte Veranstaltung.

Freies Netz Süd: Schlagstöcke oder Fahnen?
Freies Netz Süd: Schlagstöcke oder Fahnen?

Zuerst marschierte Stephan W. aus Neubiberg beim Naziaufmarsch des „Freien Netz Süd“ am Samstag in München mit und trug dabei einen mit schwarzem Fahnentuch getarnten Schlagstock. In der darauffolgenden Nacht griff er dann aus rassistischen Gründen einen Taxifahrer an.

München bleibt bunt
München bleibt bunt

Etwa 90 Nazis vom „Freien Netz Süd“ marschierten am Samstag in München auf, um gegen das alternative „Kafe Marat“ zu demonstrieren und „Freiräume für nationale Jugendliche“ zu fordern. Ein Teil der Demonstrationsteilnehmer unterstrich diese Forderung dadurch, dass – wie Fotos eindeutig beweisen – Schlagstöcke mitgeführt wurden.

Erfolgreiche Blockade
Erfolgreiche Blockade

Zu einem Fehlschlag entwickelte sich am Samstag, den 14.01.2012 eine Kundgebung des neonazistischen Kameradschaftsnetzwerkes „Freies Netz Süd“ (FNS) im oberbayerischen Mühldorf am Inn. Unter dem Motto „Kriminelle Ausländer raus“ wollten etwa 65 bis 70 Neonazis vom Bahnhof in die Innenstadt ziehen. Der Zugang zur Altstadt wurde ihnen aber durch GegendemonstrantInnen und letztlich durch eine Sitzblockade vor allem junger Menschen verwehrt.

Gegen Mittag hatten am Stadtplatz bereits deutlich über 300 Menschen gegen den Aufmarsch protestiert. An dieser Kundgebung nahmen u.a. der Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, Dr. Marcel Huber (CSU), der SPD-Bezirksvorsitzende von Oberbayern und Stellv. Landesvorsitzende, MdB Ewald Schurer, MdL Florian Ritter sowie Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch (beide ebenfalls SPD) teil.

Daniel Weigl
Daniel Weigl

In den vergangenen Wochen mussten sich mit Matthias Polt und Daniel Weigl gleich zwei NPD-Aktivisten und Betreiber rechtsextremer Versandhandlungen vor bayerischen Gerichten verantworten.
Polt betreibt im oberbayerischen Murnau den „Versand der Bewegung“ und war bis zur Auflösung Vorsitzender des NPD Kreisverbandes Oberland. Mit Weigl traf es sogar den amtierenden Vorsitzenden des Bezirks Oberpfalz und des Kreisverbandes Schwandorf -Cham. Er betreibt den gut gehenden „Final Resistance-Versand“. Beide kamen mit Bewährungsstrafe davon.