Nachrichten aus Oberfranken

Naziparolen in Schney
Naziparolen in Schney

Die Serie der von Nazis begangenen Sachbeschädigungen in Franken setzt sich fort. Nachdem im Vorfeld des 1. Mai in Nürnberg an den Büros der Linken und der SPD die Scheiben mit rechtsextremen Aufklebern versehen wurden, war jetzt die Bildungsstätte Schloss Schney in Lichtenfels Ziel der Nazis.

Stand der Demokraten: Einig gegen Rechts
Stand der Demokraten: Einig gegen Rechts

Die Stadt Hof hatte die Nazidemonstration zum 1. Mai verboten, das „Freie Netz Süd“ erstritt sich seinen Aufmarsch vor Gericht. 4000 Menschen gingen in der Stadt Hof gegen die Nazis auf die Straße. Die Nazis selbst demonstrierten größtenteils durch menschenleere Gegenden und traten mit rassistischen Parolen sehr aggressiv auf.

Gräfenberg
Gräfenberg

Über 50 Mal zogen Neonazis immer immer wieder in das bayerische Städtchen Gräfenberg. Doch da sich ihnen ein breites Bürgerbündnis ausdauernd und beharrlich widersetzte, zogen sich die Rechtsextremisten schließlich zurück. Im Interview legt ein Bündnis-Sprecher die Gründe für den Erfolg dar.

NPD-Kreisvorsitzender Johannes Hühnlein kämpft mit seinem Manuskript
NPD-Kreisvorsitzender Johannes Hühnlein kämpft mit seinem Manuskript

Einen „Bezirksaktionstag“ kündigte die NPD Oberfranken für den 21.04.2012 in der Stadt Weismain im Landkreis Lichtenfels an. Anlass war die Einrichtung einer Unterkunft für zunächst fünfzig (später hundertfünfzig) Flüchtlinge und Asylsuchende im ehemaligen Altenheim St.Konrad. Die Bevölkerung wehrte sich gegen die Kundgebung der NPD mit einem bunten Fest, an dem etwa 400 Menschen teilnahmen. Dem Aufruf der NPD waren nur etwa 25 Personen gemischten Alters gefolgt, darunter 5 Frauen. Der Aktionstag, eigentlich nur ein etwas größerer Infostand mit Reden, entpuppte sich im Laufe des Tages als skurrile „One-Man-Show“.

Neues aus Oberprex

| von Tina Krause

Oberprex, Foto: Endstation Rechts.Bayern
Oberprex, Foto: Endstation Rechts.Bayern

Für Ostersamstag hatte das Freie Netz Süd eine Kundgebung – zum Thema „Zeitarbeit abschaffen“ – in Regnitzlosau angemeldet.
Am Nachmittag fanden sich über 300 Demokratinnen und Demokraten in Regnitzlosau ein, um den Neonazis zu zeigen, dass sie auch hier unerwünscht sind. Die Gemeinde hatte gemeinsam mit dem Landrat dazu aufgerufen und viele Menschen kamen, um sich solidarisch mit den Regnitzlosauer Bürger_Innen zu zeigen.

Screenshot Homepage Stadt Bayreuth
Screenshot Homepage Stadt Bayreuth

Es ist ausdrücklich zu begrüßen, wenn sich eine Stadt gegen das massive Auftreten von Nazis wehrt. Viel zu oft geschieht das nicht, wird versucht, Aktivitäten der Nazis zu verschweigen und zu ignorieren. Nachdem seit einiger Zeit eine so genannte „Aktionsgruppe Bayreuth“, die dem „Freien Netz Süd“ zuzurechnen ist, aktiv ist und vor allem durch massive Flugblattverteilungen in die Briefkästen auffällt, muss etwas dagegen unternommen werden. Nur: das sollte nicht wie im Fall der Stadt Bayreuth dazu führen, dass den Nazis die Adressen ihrer politischen Gegner frei Haus geliefert werden!