Rechtsextremismus

In der Kritik der bayerischen Neonazi-Kameradschaften: NPD-Landeschef Ollert
In der Kritik der bayerischen Neonazi-Kameradschaften: NPD-Landeschef Ollert

Nachdem mit Daniel Weigl, Robin Siener und Simon Preisinger gestern bereits drei führende NPD-Kader aus der Oberpfalz aus der rechtsextremen Partei austraten und ihrem Bezirksverband den Rücken kehrten, folgen nun einige andere bayerische Neonazis diesem Beispiel. Es scheint, als könnte die bayerische NPD bald ein ernstes Problem bekommen.

aida Screenshot
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Heute stellte Innenminister Herrmann (CSU) den neuen Verfassungsschutzbericht vor. Wie bereits in den Vorjahren werden in diesem Bericht antifaschistisch tätige Organisationen diffamiert und als „linksextremistisch“ bezeichnet.
Wir dokumentieren hierzu die Presseerklärung der SPD-Landtagsabgeordneten Helga Schmitt-Bussinger und Florian Ritter.

In der Kritik der bayerischen Neonazi-Kameradschaften: NPD-Landeschef Ollert
In der Kritik der bayerischen Neonazi-Kameradschaften: NPD-Landeschef Ollert

Seit der Aufdeckung der Verbrechen des „Nationalsozialistischen Untergrund“ bemüht sich der bayerische NPD-Vorsitzende Ralf Ollert noch mehr die vom Bundesvorsitzenden seiner Partei Holger Apfel propagierte „seriöse Radikalität“ umzusetzen. Er distanziert sich insbesondere von den im „Freien Netz Süd“ zusammengeschlossenen Kameradschaften und will mit ihnen nicht mehr zusammen arbeiten. Das hat jetzt seinen Stellvertreter Karl Richter (Bundesvorstandsmitglied der NPD und Stadtrat der „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ in München) auf den Plan gerufen.

Beschlagnahmte Waffen (Foto: Polizeipräsidium Oberpfalz)
Beschlagnahmte Waffen (Foto: Polizeipräsidium Oberpfalz)

Florian Ritter, Landtagsabgeordneter der SPD fordert angesichts der jüngst bekannt gewordenen Waffenfunde in Ostbayern eine konsequente Entwaffnung der rechten Szene in Bayern. „Die Ergebnisse der Razzien belegen klar: Wer in der rechtsextremen Szene nach Waffen sucht, wird auch fündig“, so Ritter. „Die rechtsextreme Szene muss gar nicht mehr groß versuchen, an gefährliche Schuss- und Kriegswaffen zu kommen, wie es Minister Herrmann behauptet – sie haben bereits welche!“