Demo 2012 Burghausen: Martin Wiese (2. v.l.) noch mittendrin
Demo 2012 Burghausen: Martin Wiese (2. v.l.) noch mittendrin

15 Monate beträgt die Strafe, die Martin Wiese nun absitzen muss. Er hatte bei dem sogenannten Frankentag anwesende Journalisten mit dem Tode bedroht. Die Sicherheitsbehörden vermuten nur eine geringe Auswirkung auf die Aktivitäten der bayerischen Neonazi-Szene durch den Haftantritt.

Michael Stürzenberger in Neufahrn -  Foto Philipp Janowski
Michael Stürzenberger in Neufahrn - Foto Philipp Janowski

Er wollte dem Mainstream den Kampf ansagen. Eine Massenbewegung sollte entstehen, am Ende des „Freiheitskampfes“ sollten alle, die nicht seiner Meinung sind, wegen „Volksverrat“ angeklagt und verurteilt worden sein. Doch ca. zwei Jahre nach Aktivwerden dreht sich Michael Stürzenberger in einem Kreis, dessen Umfang immer kleiner zu werden scheint. Nach desaströsen Wahlergebnissen dreht er noch immer in Polizeikäfigen in den Fußgängerzonen Münchens seine Bahnen und ruft nach wie vor erbittert eine Revolution aus. Seine Revolution. Zuhören mag ihm dabei kaum jemand mehr. Jetzt musste die Polizei ihm das Wort abdrehen. Bittere Zeiten für den einstigen Hoffnungsträger.

T-Shirt der Partei "Der Dritte Weg"
T-Shirt der Partei "Der Dritte Weg"

Die Umstrukturierung der bayerischen Neonazi-Szene geht weiter. Nun stellte man auch in Niederbayern das „Infoportal“ ein, um sich der neuen Partei „Der Dritte Weg“ zu widmen. Im Fahrwasser des Internetseite des Freien Netz Süd (FNS) waren bereits weitere regionale Seiten vom Netz gegangen bzw. wurde das publizistische Ende verkündet.