Screenshot JN-Franken/Oberpfalz
Screenshot JN-Franken/Oberpfalz

Seit dem 12.07.2012 wurden auf Youtube insgesamt drei Videos unter dem Titel „es beginnt“ veröffentlicht. Ab dem 13.07.2012 tauchten die Videos auch auf dem neonazistischen Szeneportal Altermedia auf und wurden dort interessiert aber eher mäßig diskutiert. Diese Videos enthalten eine verschlüsselte Botschaft. Aufgelöst werden soll das ganze am 19. August 2012 um 20.00 Uhr. Wegen der Nähe zum Todestag des Kriegsverbrechers Rudolf Heß wurde über einen Bezug zur Kultfigur der Szene spekuliert. Nach unseren Hinweisen geht es allerdings um ein neues Videoprojekt der Szene.
Inzwischen wurden die drei Videos anscheinend wegen Urheberrechtsverletzungen von Youtube gesperrt.

Roy Asmuß, Martin Wiese und Roland Wuttke, FNS
Roy Asmuß, Martin Wiese und Roland Wuttke, FNS

Am Samstag, den 11.08.2012, hielten Neonazis aus Ober- und Niederbayern eine Kundgebung in Burghausen, Landkreis Altötting nahe der österreichischen Grenze ab. Kernthema war das bei Rechtsextremisten beliebte „Volkstod“-Thema. Entsprechend radikal und rassistisch waren die Reden gehalten. Etwa 300 Bürgerinnen und Bürger Burghausens, darunter Stadtoberhaupt Hans Steindl (SPD), protestierten lautstark, so dass außerhalb der Wiese, die den Neonazis aus den Reihen des Freien Netz Süd (FNS) als Kundgebungsort zugewiesen wurde, wenig von den Reden zu vernehmen war. Rechtsterrorist Martin Wiese gefiel sich währenddessen in der Rolle des Provokateurs.

Ollert und Richter - Konkurrenten um den NPD-Landesvorsitz? Foto: (C) R. Löster
Ollert und Richter - Konkurrenten um den NPD-Landesvorsitz? Foto: (C) R. Löster

Drei Tage lang tourte die NPD durch sechs bayerische Städte und verkaufte dies anschließend selbstredend als Erfolg – doch auch die rechtsextreme Partei müsste erkannt haben, dass es das auf keinen Fall war. Viel eher offenbarte die Deutschlandfahrt der NPD durch Bayern den desolaten Zustand des Landesverbands und die schlechte personelle Aufstellung der neonazistischen Partei.

Der NPD-Lkw
Der NPD-Lkw

Im Rahmen ihrer „Deutschlandreise“ war die NPD in der letzten Woche auch in Bayern unterwegs. Wie schon in den anderen Bundesländern war die Kundgebungsserie offensichtlich nicht dazu gedacht, die Öffentlichkeit zu erreichen, sondern der Zweck bestand allein in der Provokation durch diese Auftritte. Nirgends mobilisierte die NPD ihre Anhänger, überall bestanden bei der NPD die Kundgebungsteilnehmer nur aus den Besatzungen des mit Parolen gegen Einwanderung und gegen den Euro versehenen Lkw und des Begleit-VW-Busses. Wechselnde Redner aus dem jeweiligen Landesverband der NPD ergänzten die Mannschaft und verbreiteten die rassistischen und nationalistischen Parolen auf leeren Plätzen.