"Frankentag" des "Bund Frankenland" in Schwarzach, Foto: R. Löster
"Frankentag" des "Bund Frankenland" in Schwarzach, Foto: R. Löster

Mit einem bunten Fest protestierten die Bürger/innen Schwarzachs zusammen mit den Anwohner/innen der umliegenden Gemeinden und Städte am Samstag, den 8. September, gegen den „Nationalen Frankentag“ des „Freien Netzes Süd“. Während ein ganzer Ort für Demokratie, Toleranz und Vielfalt auf die Straße ging, feierten etwa 150 Neonazis nicht weit entfernt auf einer von ihnen gemieteten Wiese ihren Hass.
Und in Rottenbach im Landkreis Coburg veranstaltete zur gleichen Zeit die NPD ein Sommerfest und gründete in diesem Rahmen den „Stützpunkt Oberfranken der Jungen Nationaldemokraten“ – mit „Vereidigung“ der neuen Mitglieder.

Demonstration gegen den NPD-"Bayerntag" 2011 (C) R. Löster
Demonstration gegen den NPD-"Bayerntag" 2011 (C) R. Löster

Gleich zwei Nazi-Veranstaltungen finden am kommenden Samstag, den 08. September in Oberfranken statt. In Schwarzach (Landkreis Kulmbach) führt der dem rechtsextremen »Freien Netz Süd« nahestehende „Bund Frankenland“ seinen „Frankentag“ durch, im Landkreis Coburg veranstaltet die NPD ein Sommerfest und will dabei einen „Stützpunkt Oberfranken“ ihrer Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ gründen.

Neue Nazis
Neue Nazis

Verbote in der Kameradschaftsszene, rechtsextreme »Labelwechsel« und der fließende Übergang zwischen Rechtsextremismus und den »PRO-Bewegungen«. Das sind einige Themen unseres heutigen Samstagsinterviews mit Johannes Radke. Er ist freier Journalist mit dem Themenschwerpunkt Rechtsextremismus und Jugendkultur. Seit 2009 betreut er für ZEIT-Online den »Störungsmelder«. Vor kurzem veröffentlichte er mit Toralf Staud das Buch »Neue Nazis«.

Robin Siener (links). Seiner  Logik können auch die eigenen Anhänger kaum folgen
Robin Siener (links). Seiner Logik können auch die eigenen Anhänger kaum folgen

Etwa 20 Neonazis aus diversen ostbayerischen Kameradschaften führten am Samstag, den 25.08.2012 in der Mittagszeit eine Kundgebung am Bahnhof (Hbf) in Eggenfelden durch. Die Veranstaltung war vom Konzept her vergleichbar mit der Kundgebung in Burghausen zwei Wochen zuvor. Die Polizei unterband Protest in Sicht- und Hörweite in jeder Form. Nach verschiedenen Angaben protestierten zwischen 150 und 300 Menschen, darunter Landrat Michael Fahmüller (CSU), gegen die Aktion der Neonazis auf verschiedenen Plätzen im Innenstadtbereich. Getragen wurden diese Veranstaltungen vom DGB-Gewerkschaftsbund und dem Bündnis „Eggenfelden ist bunt“. Währenddessen sorgte der FDP-Kreisvorsitzende für einen Eklat, indem er auch der Veranstaltung der Rechtsextremisten ein gutes Gelingen wünschte.