Freies Netz Süd
Das „Freie Netz Süd“ ist eine überregionale Vernetzung von ursprünglich NPD-kritischen Neonazis und Kameradschaften, deren führende Aktivisten ursprünglich aus der NPD und der JN kommen und teilweise vorher schon Karrieren in anderen rechtsextremistischen Gruppen wie der inzwischen verbotenen „Fränkischen Aktionsfront“ hinter sich haben.
Im „Freien Netz Süd“ werden dabei wie in allen Kameradschaften feste Strukturen vermieden, um keine Ansatzpunkte für Verbote nach dem Vereinsgesetz zu bieten. Die Zusammenarbeit mit der NPD gestaltet sich unterschiedlich: während der Bezirksverband Oberpfalz der NPD fest in den Händen von FNS-Kadern ist, scheint die Zusammenarbeit in den anderen Regionen nur von Fall zu Fall erfolgen, jedenfalls nicht kontinuierlich.
Zu den Hauptakteuren des „Freien Netz Süd“ zählen u. a. Matthias Fischer (Fürth), Tony Gentsch (Töpen/Hof), Robin Siener (Cham), Simon Preisinger (er zeichnet für die Internetseite verantwortlich), Lutz Passon (Niedermirsberg/Ebermannstadt – seiner Frau gehört die Wiese in Geschwand/Obertrubach, auf der neben anderen Veranstaltungen mehrmals der so genannte „Frankentag“ stattfand), Norman Kempken (Nürnberg) und Norman Bordin.
Dem „Freien Netz Süd“ gehören u.a. der Personenkreis um Matthias Fischer, die „Freien Nationalisten Hof“, der „Widerstand Cham“, die „Sache des Volkes“ (Gruppierung um Jürgen Schwab), der „Bund Frankenland“ von Uwe Meenen (NPD Berlin) und Einzelpersonen wie Sebastian Schmaus von der Bürgerinitiative Ausländerstopp Nürnberg.
Das Freie Netz Süd pflegt Kontakte zur faschistischen Joppik-Gruppe in Ungarn, zu Südtiroler Nazis, zur Haiderpartei in Österreich sowie zu tschechischen Faschisten, u. a. zu der dort verbotenen „Dělnická Strana“ bzw. deren Nachfolgeorganisation DSSS.