In der Nacht auf Donnerstag wurde ein 26jähriger von zwei mutmaßlichen Neonazis angegriffen. Gegen den Gewerkschafter wird im Internet bereits seit längerem gehetzt. Er ist nicht der einzige.
Ein Artikel von Regensburg Digital
In der Nacht auf Donnerstag wurde ein 26jähriger von zwei mutmaßlichen Neonazis angegriffen. Gegen den Gewerkschafter wird im Internet bereits seit längerem gehetzt. Er ist nicht der einzige.
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Bislang gab es keine Zahlen über Ermittlungsverfahren und Urteile gegen NPD-Mitglieder. Das ändert sich jetzt: Dank „Report Mainz“ wurde bekannt, dass in den letzten zehn Jahren fast kein Monat verging, in dem nicht ein NPD-Repräsentant eine Straftat begannen hat, oder dass gegen jemanden aus dieser Partei ermittelt wurde.
Der mehrfach vorbestrafte Neonazi Martin Wiese wird sich wegen Volksverhetzung, Bedrohung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vor dem Amtsgericht Gemünden verantworten müssen. Wie ein Sprecher gestern mitteilte, wird die Anklage der Staatsanwaltschaft Würzburg zugelassen.
In Regensburg stehen seit einigen Verhandlungstagen die Nazis vor Gericht, die im Lokal »Picasso« einen Barkeeper zusammen geschlagen haben (was in der Folge zu der Aktion von ca. 100 Regensburger Wirten führte: »Keine Bedienung für Nazis«). Allein die Verlesung eines Auszuges der Vorstrafen der Angeklagten dauerte Stunden!
Seit mehreren Tagen inszenieren sich vier der sechs Angeklagten als uniformierte Gruppe: Die Haare frisch geschoren und Bomberjacke. Zwei tragen Springerstiefel mit weißen Schnürsenkeln, die anderen New Balance-Turnschuhe. Ein anderer Nazi-Skin, der an den zurückliegenden Verhandlungstagen ebenfalls mit Bomberjacke, Springerstiefeln und Aufnähern a la „Arian Nation“ im Zuschauerraum gesessen ist, fehlt heute.
Ein Artikel von Stefan Aigner bei regensburg-digital.de
Ein 56-jähriger Mann aus Kempten im Allgäu hatte eine digitale Version des Buchs „Der Jahrhundertbetrug“ auf seinem PC gespeichert und zum Herunterladen bereitgestellt. Da in dem Buch der Holocaust im Dritten Reich geleugnet wird, wurde der arbeitslose Mann nun wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt.