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Nazidemonstration im Juli in Wunsiedel
Nazidemonstration im Juli in Wunsiedel

Anscheinend versuchen das rechtsextreme „Freie Netz Süd“ und die NPD ihre Ankündigung nach der Auflösung des Heß-Grabes, regelmäßig in Wunsiedel Demonstrationen durchzuführen, wahr zu machen. Am 13. November, dem Volkstrauertag, wollen sie „den toten Kämpfern für Freiheit, Ehre und einem Vaterland, das Germanien oder Großdeutschland hieß und heißt“ gedenken. Bereits im Juli fand eine Demonstration unter dem Motto »Fremdarbeiterinvasion stoppen« statt, ein »Gedenkgottesdienst« im August für Rudolf Heß wurde verboten.

Unter dem Motto »Wir gedenken der Opfer und nicht der Täter!« ruft das Bündnis „Wunsiedel ist bunt“ zu einer Gegendemonstration ab 13.00 Uhr auf.

Nachdem der von dem Rechtsextremisten Christian Bärthel für den 13.08.2011 angemeldete Gedenkgottesdienst für Rudolf Heß auf dem Wunsiedler Marktplatz durch die Stadt verboten wurde, hielten etwa 20 vorwiegend ältere Personen an diesem Tag eine Gedenkfeier auf dem Katharinenberg, dem Hausberg Wunsiedels, ab.

Nazis und NPD-Mitglieder während einer Demonstration
Nazis während einer Demonstration

Unter dem angesichts der Ereignisse in Norwegen unsäglichen Motto „Fremdarbeiterinvasion stoppen“ wollen die Nazis am 30. Juli in Wunsiedel demonstrieren. Und das nächste Großereignis, der „Frankentag“ in der Tradition von Julius Streicher, ist bereits für den 13. August angekündigt, dieses Mal in Unterfranken.

Jahrelang – bis zum Verbot der Aufmärsche – war das Grab des Hitler-Stellvertreters Heß in Wunsiedel Anziehungspunkt für alte und neue Nazis. Zu seinem Todestag fanden dort Aufmärsche statt, gegen die sich Wunsiedel unter dem Motto „Wir gedenken der Opfer, nicht der Täter“ erfolgreich zur Wehr setzte.