Erlanger Nazis mobilisieren zum „Tag der Ehre“ in Budapest

Die „Freien Nationalisten Erlangen-Höchstadt“ mobilisieren für den jährlich im Februar zelebrierten „Tag der Ehre“ in Budapest und bieten dazu eine Busreise an. Ungarische und deutsche Nazis glorifizieren mit dieser Veranstaltung seit einigen Jahren den Versuch der 1945 in einer Festung eingeschlossenen SSler und ihrer ungarischen Mitkämpfer, aus der Belagerung durch die Rote Armee auszubrechen. Die meisten von ihnen fanden dabei den Tod. Budapest wurde am 13. Februar 1945 von der Roten Armee befreit.

Wie in der Vergangenheit werden auch beim diesjährigen Nazi-Treffen deutsche Gleichgesinnte teilnehmen, NPD-Funktionäre reisten in den letzten Jahren regelmäßig an. Bei der Veranstaltung am 12. Februar sind neben den Ungarn Zsolt Illes und Tamas Szabo auch Vertreter von NPD und „Freien Netz Süd“ als Redner angekündigt. Am Abend soll ein Konzert mit Nazibands sattfinden, ebenfalls wie in den letzten Jahren mit Beteiligung deutscher Nazi-Musikgruppen.

Die Veranstalterin des Nazi-Treffens, die Organisation „Egységes Magyarország Mozgalom“ (EMM; „Einheitliches Ungarn Bewegung“), will neben dem Aufmarsch auch eine „Gedenkwanderung“ durchführen. Angesagt haben sich Gleichgesinnte aus Bulgarien, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei und Slowenien.