Die Stadt München klärt über von Rechtsextremen verbreitete Vorurteile auf

Anlässlich des 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, klärt München über Vorurteile, die durch Rechtsextremisten und Rechtspopulisten verbreitetet werden, auf. Dazu hat die Fachstelle gegen Rechtsextremismus beim Oberbürgermeister Flugblätter entwickelt.

Sie sollen Menschen unterstützen, die mit rechtsextremen und rechtspopulistischen Parolen konfrontiert sind und Zivilcourage zeigen möchten. Die Flugblätter fordern zur argumentativen Auseinandersetzung mit den rechtsextremen Vorurteilen auf und wollen damit eine tolerante und demokratische Stadtgesellschaft stärken.

Inhaltlich kreisen rechtsextreme und rechtspopulistische Parolen vielfach um Ausländerpolitik, Sozialpolitik, Innenpolitik und neuerdings auch um Religion. Rechtsextremisten und Rechtspopulisten nutzen Ängste.

Sie stellen einfache Parolen vor, deren Umsetzung die schwierigen gesellschaftlichen Probleme lösen soll. In der aktuellen Situation, in der die zurückliegende Weltwirtschaftskrise bei vielen Menschen eine tiefe Verunsicherung ausgelöst hat, ist dies verführerisch – und gefährlich.

Oberbürgermeister Christian Ude: «Rechtsextremistische und rechtspopulistische Parolen fußen auf der Vorstellung, dass Menschen nicht gleichwertig seien, sondern dass ihr Wert abhänge von biologischen Merkmalen wie Haut- oder Haarfarbe oder von kultureller beziehungsweise religiöser Zugehörigkeit. Menschen werden auf diese Merkmale oder Zugehörigkeiten reduziert, sie werden nicht mehr als Individuen wahrgenommen. Im Kern sind rechtsextreme und rechtspopulistische Parolen immer menschenverachtend und demokratiefeindlich.»

Die Flugblätter stehen auf der Website der Fachstelle gegen Rechtsextremismus unter www.muenchen.de/gegen-rechtsextremismus zur Verfügung und können bei der Fachstelle unter fgr@muenchen.de kostenlos bezogen werden.