„Keine Bedienung für Nazis“ in Regensburg geht weiter

Die Initiative „Keine Bedienung für Nazis“ hat am vergangenen Mittwoch den von ihnen entworfenen und von vielen Regensburger Wirten bereits angebrachten Aufkleber „Rassisten werden hier nicht bedient!“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Juni 2010 wurde ein Barkeeper des Bistro „Picasso“ in Regensburg von mehreren Neonazis verprügelt, weil er einer farbigen Mutter mit ihrem Kind einige Tage vorher gegen Pöbeleien von Mitgliedern dieser Gruppe couragiert zur Seite gestanden war.

Daraufhin gründete sich die Initiative „Keine Bedienung für Nazis“. Es wurde eine Erklärung „Die Gastronomie in Regensburg zeigt Zivilcourage gegen Nazis und Rassisten!“ ausgearbeitet und der Öffentlichkeit präsentiert. Bis heute haben mehr als 130 Regensburger Gastronomen die Erklärung unterschrieben!

Um ein dauerhafteres Zeichen gegen Rassismus zu setzen, ein Zeichen, dass nicht nur kurz in den Zeitungen erscheint und vielleicht noch auf Internetseiten nachzulesen ist, sondern das im Alltag erkennbar bleibt, ging die Initiative daran, einen Aufkleber zu entwerfen. Bei den Wirten wurde dafür geworben, den Aufkleber gut sichtbar am Eingangsbereich ihres Betriebes anzubringen.

Um durch ein gemeinsames Auftreten wieder ein „Wir-in-Regensburg“-Gefühl zu erzeugen, sammelte die Initiative Unterschriften für eine Einverständniserklärung, bei deren Unterzeichnung die Wirte sich verpflichten den Aufkleber wirklich aufzukleben. Bereits nach knapp zwei Wochen waren es schon 92 Gastwirte.

Als nächster Schritt ist von der Initiative geplant, möglichst viele Gastronomen, aber auch andere Gewerbeinhaber, davon zu überzeugen mitzumachen, so dass ein Statement gegen Rassismus in Regensburg zur Selbstverständlichkeit wird. Ein Frisörladen und eine Kampfsportschule haben sich der Aktion bereits angeschlossen und den Aufkleber auch angebracht.

Interessenten wenden sich an keinebedienungfuernazis@googlemail.com. Die Initiative wird dann einen kostenlosen Aufkleber vorbeibringen.

Die Erklärung und auch die Liste der Unterzeichner ist auf der Homepage www.keinebedienungfuernazis.de zu sehen.