Nazi-Opfer als Pate: Schule sagt Nein

Regensburg. Ein Eklat zeichnet sich bei der Namensgebung der neuen Grundschule Prüfening ab. Die „Schulfamilie“, bestehend aus Elternbeirat und Lehrerkollegium, hat sich mehrheitlich gegen den von SPD und CSU vorgeschlagenen Namen Hans-Weber-Schule ausgesprochen. Hans Weber, ein Verfolgter des Nazi-Regimes, war von 1961 bis 1972 zweiter Bürgermeister in Regensburg. Die Schulleitung: Es sei zu schwierig, Kindern zu erklären, was es mit Hans Weber auf sich habe!

Hans Weber wurde 1934 von der Gestapo verhaftet.Wegen «Hochverrats» wurde er zu vier Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt und später in die Strafdivision 999 nach Nordafrika geschickt. Dort geriet er in Kriegsgefangenschaft, aus der er erst 1947 nach Hause zurückkehrte.

Ein Artikel der Mittelbayerischen Zeitung

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