München: Rassistischer Angriff auf Taxifahrer

Freies Netz Süd: Schlagstöcke oder Fahnen?
Freies Netz Süd: Schlagstöcke oder Fahnen?

Zuerst marschierte Stephan W. aus Neubiberg beim Naziaufmarsch des „Freien Netz Süd“ am Samstag in München mit und trug dabei einen mit schwarzem Fahnentuch getarnten Schlagstock. In der darauffolgenden Nacht griff er dann aus rassistischen Gründen einen Taxifahrer an.

Stephan W. beleidigte bereits während der Fahrt am frühen Sonntag Morgen den Taxifahrer mit rassistischen Äußerungen, bei einem Stopp an einer Tankstelle schlug er den Taxifahrer mit der Faust ins Gesicht und brach ihm die Nase. Anschließend warf er noch mit einer Bierflasche nach dem Angegriffenen, der weitere Attacken nur damit abwehren konnte, dass er einen Stuhl zur Verteidigung benutzte. Stephan W., der lt. Süddeutscher Zeitung bereits im letzten Jahr wegen Körperverletzung verurteilt worden ist, flüchtete vor dem Eintreffen der Polizei.

Nach Informationen von a.i.d.a. gehört Stephan W. schon lange der rechtsextremen Szene an: er war Mitglied der Kameradschaft „Nationale Solidarität Bayern“, hat bei der „Bürgerinitiative Ausländerstopp München“ mitgewirkt und soll bis letztes Jahr Mitglied der NPD gewesen sein.

Beim Eintreffen der Polizei am Tatort wurden noch drei Begleiter von Stephan W. angetroffen, die den Angriff beobachteten, unter ihnen lt. Medienberichten auch Norman Bordin aus Ottobrunn. Bordin hatte die Demonstration am Samstag angemeldet und ist Aktivist der Kameradschaften und in der NPD aktiv.