„Holocaust-Konferenz“ in Nürnberg verhindert

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen

Wie die Nürnberger Zeitung auf ihrer Internetseite berichtet, wurde die vom Rechtsextremisten Bärthel geplante „Holocaust-Konferenz“ sowie sein „Gottesdienst“ durch die Stadt Nürnberg erfolgreich verhindert, die Gastwirte stornierten die entsprechenden Buchungen.

Bereits im Vorfeld hatte die Stadt Nürnberg die Gastwirte gewarnt (Endstation Rechts.Bayern berichtete darüber). Die Folge: Der „Evangelist“ und Rechtsextremist Christian Bärthel stand am Samstag Vormittag vor verschlossenen Türen. Eine Gastwirtin hatte von ihrem Hausrecht Gebrauch gemacht und die Reservierung storniert. Damit konnte ebenso wie die Konferenz „Der Holocaust aus biblischer Sicht“ auch der geplante „Gottesdienst“ der Rechtsextremisten nicht durchgeführt werden. Die ca. zehn Teilnehmer zogen unverrichteter Dinge ab.

Bereits vorher war Bärthel und seinem Nürnberger Unterstützer, dem Ex-NPD-Funktionär Rainer Biller, der ursprünglich geplante Veranstaltungsort in Schwanstetten geplatzt. Lt. Nürnberger Zeitung war dann als Ausweichmöglichkeit für die Konferenz ein Lokal in Nürnberg-Schweinau vorgesehen, wo ihnen dann ebenfalls storniert wurde. Die Gastwirtin hat – nachdem sie von der Polizei angesprochen und auf die Hintergründe hingewiesen wurde – deutlich gemacht, dass sie diese Gruppierung nicht in ihrem Lokal haben will.

Nachdem die Nürnberger Tageszeitungen eine entscheidende Rolle bei der Aufdeckung dieser geplanten Konferenz hatten, beschwerte sich der Rechtsextremist Bärthel anschließend lt. Nürnberger Zeitung, dass die Nürnberger Presse „ziemlich extrem ausgerichtet“ sei.