Regensburger Wirte-Initiative erhält Zivilcourage-Preis «Das unerschrockene Wort»

Broschüre Regensburger Wirte
Broschüre der Regensburger Wirte

Die im Sommer 2010 nach einem rassistischen Angriff auf einen Barkeeper gegründete Regensburger Gastwirte-Initiative «Keine Bedienung für Nazis» wird mit dem Zivilcourage-Preis «Das unerschrockene Wort» 2013 geehrt. Das gab die Jury am Samstag in Eisleben (Sachsen-Anhalt) bekannt. Die 16 deutschen Lutherstädte vergeben diese Auszeichnung, die mit 10.000 Euro dotiert ist, alle zwei Jahre.

Die Abstimmung fiel zu Gunsten der Regensburger Wirte-Initiative, der ca. 150 Gastronomen angehören, einstimmig aus. Verliehen wird der Preis am 13. April 2013 in Eisleben.

Auslöser für die Gründung der Initiative war ein rassistischer Angriff auf eine Frau, die von einem Barkeeper geschützt wurde. Zwei Wochen später kamen die Nazis zurück, schlugen den Barkeeper zusammen und verwüsteten das Lokal.

«Die Initiative der Wirte kommt aus der Mitte der Gesellschaft», sagte Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Er habe die Hoffnung, dass mit dem Preis 2013 für die Initiative eine Initialzündung für Deutschland ausgehen wird, «dass noch mehr Menschen aus der Mitte der Gesellschaft zeigen, wir wollen keinen Rassismus und Rechtsextremismus, wir sind ein tolerantes, offenes Land».

Die Initiative hat auch eine Broschüre «Rassisten werden hier nicht bedient» erarbeitet, die es den Gastwirten ermöglichen soll, Nazis und Rassisten zu erkennen