Bayern: NPD scheitert bei der Unterschriftensammlung!

NPD-Fahne (Foto: Endstation Rechts.)

Laut noch nicht offiziell bestätigten Meldungen hat es die NPD in Bayern nicht geschafft, die nötigen Unterstützerunterschriften für eine flächendeckende Kandidatur zur Landtagswahl am 15. September zu sammeln. In Unterfranken und in Oberbayern würde demnach die NPD nicht auf den Stimmzetteln stehen.

Da hat es auch nichts genutzt, dass den Sammlern angeblich für jede gesammelte Unterstützer-Unterschrift Geld gezahlt wurde.

Und der bayernweite Widerstand gegen die Infostände der NPD hat mit Sicherheit eine Rolle gespielt: so konnte immer wieder beobachtet werden, dass – sobald Anti-Nazi-Bündnisse ebenfalls Infostände anmeldeten und durchführten – die NPD erst gar nicht auftauchte oder aber schnell ihren Infostand zusammenpackte.

Dies ist nun der Höhepunkt einer Reihe von Pleiten seit der Übernahme des Landesvorsitzes durch den Münchner Stadtrat der «Bürgerinitiative Ausländerstopp» Karl Richter. Bereits ein Bundesparteitag konnte entgegen den Ankündigungen nicht in Coburg durchgeführt werden, der «Bayerntag» der NPD und ein damit verbundener Landesparteitag stießen in Schwarzach ebenfalls auf Widerstand und mussten ausfallen, der Landesparteitag wurde kurzfristig nach Schwaben verlegt. Und auch das Fehlen zahlreicher aktiver Neonazis, die im letzten Jahr aus der NPD austraten und zum «Freien Netz Süd» wechselten, macht sich in der fehlenden Mobilisierungsfähigkeit bemerkbar.

Aktualisierung 06.07.2013:

Inzwischen hat der Bundesvorsitzende der NPD Holger Apfel das Scheitern beim Sammeln der Unterschriften offiziell eingestanden. Er schreibt an die «lieben Kameraden«: «leider hat die NPD zur Landtagswahl in Bayern die Wahlantritts-Hürde in Form von rund 9.500 beizubringenden Unterstützungsunterschriften nur teilweise geschafft. Trotz großer Kraftanstrengungen konnten wir die erforderliche Zahl an Unterschriften in Oberbayern und vsl. Unterfranken nicht beibringen.»