WunsiedelEntwicklung im Nordosten Oberfrankens bleibt unerfreulich

Dritter Weg mit Banner in Wunsiedel

Der dritte Weg war in Wunsiedel? Eigentlich will man schreiben: Das Freie Netz Süd war in Wunsiedel. Allen Streit- und Austrittsgerüchten zum Trotz: Tony Gentsch, Matthias Fischer und Rico Döhler haben ihre kruden Theorien und Verdrehungen an die rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des rechtsextremen „Gedenkmarsches“ gebracht.

Nichts, außer dem Logo und den neuen Jacken, hat sich verändert, außer das sie jetzt wieder als politische Partei auftreten. Das unwürdige Gezerre um das NPD-Verbot lässt grüßen.
Auch das Frohlocken beim Verfassungsschutz und in der regionalen Presse, dass die Rechtsextremen aus Oberfranken abziehen, erwies sich als definitiv falsch. Behörden und Initiativen werden weiter aktiv gegen rechtsextreme und rechtspopulistische Strömungen vorgehen müssen. Ein selbstzufriedenes Zurücklehnen erscheint fahrlässig angesichts der Teilnehmerzahl und der kurzfristigen Ansetzung der Demonstration.

Natürlich muss im Gegenzug die Teilnehmerzahl von rund 200 Personen bei der Gegenveranstaltung trotz der Faschingsumzüge, Valentinstag, Ferien und Kälte als großer Erfolg gewertet werden, aber letztlich konnte die rechtsextreme Partei ungehindert ihre Veranstaltung durchziehen. Diese Tatsache wird sie auch in Zukunft ermuntern, wieder nach Wunsiedel zu kommen.

Vielleicht sollten sich die Wunsiedler einmal die hasserfüllten Reden und Beschimpfungen der Rechtsextremen anhören. Denn sowohl Matthias Fischer (Alkoholiker am Marktplatz) als auch Rico Döhler (So ein unwürdiges Geschmarre) zogen gegen die Wunsiedler vom Leder.

Medienberichte:
Frankenpost
Süddeutsche Zeitung
Bayerischer Rundfunk
Reporter-24