Gegen RassismusErlanger Schülerdemo gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

Erlanger Schülerdemo gegen Rassismus

Initiiert durch die Erlanger Schülermitverwaltung (SMV) und das Jugendparlament zog am Freitag Nachmittag eine nach Polizeiangaben bis zu 500 Personen starke Demonstration durch die Erlanger Innenstadt – trotz des zwischenzeitlich sehr schlechten Wetters.

Von Friedrich Mirle, Erlangen

Zu Beginn der Veranstaltung auf dem Rathausplatz stand eine einstimmende Rede von Vertretern des Jugendparlamentes. An diese schloss der Erlanger Oberbürgermeister Dr. Florian Janik (SPD) an, der in seinem Grußwort das Erlanger Stadtmotto „Offen aus Tradition“ auf die politische Situation vor Ort bezog und sich für das beispielhafte Engagement der Erlanger Bürgerschaft bei der Aufnahme von Flüchtlingen (in Erlangen befindet sich neben zahlreichen weiteren Unterkünften seit dem Spätsommer 2014 eine Außenstelle der völlig überlasteten „Zentralen Aufnahmeeinrichtung“ (ZAE) Zirndorf“) bedankte, während er insbesondere die andauernden Märsche rechtspopulistischer Gruppen (u.a. „NüGIDA“) im nahen Nürnberg verurteilte.

Der Demonstrationszug wurde von einem „ravenden“ Lautsprecherwagen begleitet. Immer wieder stimmten die Teilnehmer klassische Anti-Nazi-Parolen an.

Bei einer Zwischenstation auf dem Schlossplatz kamen dann die Vertreter der weiterführenden Erlanger Schulen zu Wort, die diese Demo in Eigeninitiative angestoßen hatten. Der zum größten Teil aus Schülern bestehende Demonstrationszug steuerte anschließend das „E-Werk“ an. Das Kulturzentrum unterstützte das Vorhaben der Jugendlichen und stellte ihnen die eigene Location zur Verfügung.

Die Veranstaltung endete mit Auftritten mehrerer Bands, die unter dem gemeinsamen Motto „Laut gegen Rassismus“ auftraten. Anschließend ließen die Teilnehmer den Tag bis früh in den nächsten Morgen zu Elektromusik ausklingen.