Pegida MünchenRegen setzte Technik und Motivation ein frühes Ende

Im Regen ging es auf den "Spaziergang"

Die Münchner Islamfeinde gaben am gestrigen Montag nur ein kurzes Intermezzo. Nach dem „Spaziergang“ versagten Technik und wohl auch Motivation der nur knapp 70 Teilnehmer.

Der Schwund hin zu faktischer Bedeutungslosigkeit des Münchner Ablegers – immerhin wohl noch der wichtigste in den alten Bundesländern – lässt sich auch an der Versammlungsorten festmachen. Zu Beginn der Aktivitäten im Januar 2015 brauchte es große Plätze, um die Teilnehmer aufzunehmen. Gestern reichte dafür die Nordseite der Verkehrsinsel in der Leopoldstraße, auf der das Siegestor steht. Knapp 70 Teilnehmer waren es vielleicht noch, die sich dort einfanden.

Orte wie das Siegestor beschreiben allerdings auch noch die ungebrochene Arroganz, mit der die „Bewegung“ weiterhin auftritt. Für den „Spaziergang“ Richtung Norden zur Münchner Freiheit musste für den verbliebenen harten Kern mit der Leopoldstraße wieder eine zentrale Nord-Südverbindung für den Verkehr gesperrt werden. Auch das kleine Häuflein intonierte immer noch „Wir sind das Volk“.

Blick auf die teilweise durchnässten Teilnehmer von Pegida München

Inhaltlich sollte es für die wieder bis 24.00 Uhr angemeldete Veranstaltung wieder um die bekannten Themen gehen: Vornehmen wollte sich Heinz Meyer sowohl den Verfassungsschutz als auch die städtische Versammlungsbehörde. Zudem stand der Islam auf dem Zettel der angemeldeten Themen und Pegida allgemein.

Beleidigungsexpertin macht auf Opfer und viel Regen

Bekommen haben die Zuhörer und Gegendemonstranten allerdings nur eine kurze Einführung durch Versammlungseiter Heinz Meyer und zwei kurze Reden. Die Augsburgerin Dorothea Horner beleidigte sich wie üblich quer durch die deutsche politische Landschaft. Zielscheibe war insbesondere Justizminister Heiko Maas. Die einzige staatliche Leistung für Flüchtlinge, die sie nicht beklagte, waren bezeichnenderweise Verhütungsmittel. Trotz vieler derber Worte und Beleidigungen generierte sie sich auch als „Opfer“, weil sie angeblich aus Angst vor staatlicher Verfolgung auch auf einige Aussprüche verzichtet habe. Ein zweiter Redner, ein namentlich nicht vorgestellter „Belgier“ bilanzierte die Situation rechter Parteien in Europa. Mehr enthielt sein Vortrag nicht.

Der nicht namentlich vorgestellte «Belgier» bei seiner Rede

Wie sie sehen, sehen sie nix – Pegida macht früh Schluss

Im heftigen Regen machten sich die Teilnehmer dann auf den Weg. Heinz Meyer versuchte mit aufmunternden Worten „es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Demokraten“ die Teilnehmer zu motivieren. Zurück am Siegestor versagte dann in der anschließenden Pegida-Presseschau zuerst der Beamer und Teile der Technik, so dass Meyer die Versammlung um 20.40 Uhr beendete. Mitten in der Hymne versagte dann auch noch die Musik vom Band. Soweit gehört, ließ sich aber keiner der Teilnehmer bei der ersten statt der dritten Strophe erwischen.

Nächste Woche darf Pegida München dann wieder auf den Odeonsplatz.
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Nachtrag 31.08.2016: Bei dem Belgier handelt es sich um Lionel Baland. Der ist auch schon früher in München im Umfeld von Michael Stürzenberger aufgetreten.