Autor Redaktion

„Keine Bedienung für Nazis“ in Regensburg geht weiter

Die Initiative „Keine Bedienung für Nazis“ hat am vergangenen Mittwoch den von ihnen entworfenen und von vielen Regensburger Wirten bereits angebrachten Aufkleber „Rassisten werden hier nicht bedient!“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Juni 2010 wurde ein Barkeeper des Bistro „Picasso“ in Regensburg von mehreren Neonazis verprügelt, weil er einer farbigen Mutter mit ihrem Kind einige Tage vorher gegen Pöbeleien von Mitgliedern dieser Gruppe couragiert zur Seite gestanden war.

Daraufhin gründete sich die Initiative „Keine Bedienung für Nazis“. Es wurde eine Erklärung „Die Gastronomie in Regensburg zeigt Zivilcourage gegen Nazis und Rassisten!“ ausgearbeitet und der Öffentlichkeit präsentiert. Bis heute haben mehr als 130 Regensburger Gastronomen die Erklärung unterschrieben!

Erfolgreiche Anti-Nazi-Woche in Augsburg

Wie schon 2010 veranstalteten die Jusos Augsburg erfolgreich eine „Anti-Nazi-Woche“. Den Auftakt der insgesamt drei Veranstaltungen machte am 21. Februar ein Vortrag zum Thema „Türkischer Rechtsextremismus“. Der Referent Daniel Bax, Redaktionsmitglied der Tageszeitung „taz“, erklärte den ca. 30 TeilnehmerInnen die Ursprünge der rechtsextremen Organisation „Grauen Wölfe“ und deren Einfluss sowie Aktionsradius in der internationalen rechten Szene. Im Anschluss an den Vortrag schloss sich eine rege Diskussion an.

Bayerischer Verfassungsschutzbericht: Auf dem rechten Auge blind?

Heute stellte Innenminister Joachim Herrmann den Verfassungschutzbericht vor. Den Schwerpunkt legte er dabei auf den «Linksextremismus»: «Linksextremistische Gewalt weiter auf dem Vormarsch». Damit wird ignoriert, dass die Nazis ihre Aktivitäten in einzelnen Regionen Bayerns im letzten Jahr erheblich ausgeweitet haben.

Nazi-Gewalt in Bayern

Der Angriff des in dieser Woche in Nürnberg verurteilten Nazischlägers Peter Rausch ist kein Einzelfall. Zahlreiche weitere Gewalttaten durch Rechtsextremisten und Aufrufe zur Gewalt in Bayern dokumentiert die «antifaschistische informations-, dokumentations- und archivstelle münchen e. V.» auf ihrer Internetseite.

Dresden Nazifrei – auch 2011 ein Erfolg!

Nach der erfolgreichen Blockade der geplanten und europaweit mobilisierten Naziaufmärsche in Dresden 2010, hat das Bündnis Dresden Nazifrei auch dieses Jahr seit längerem breit mobilisiert. Den gut 20.000 Gegendemonstranten, die dem Aufruf gefolgt sind, ist es auch in diesem Jahr gelungen, die (von der Stadt erst zusammengefassten, dann vom Verwaltungsgericht wieder in ihrer beantragten Form gestatteten) Aufmärsche und drei Kundgebungen, zu denen Nazis aus ganz Deutschland und Teilen Europas erwartet wurden, zu verhindern. Die Nazis kamen kaum über den Dresdner Hauptbahnhof hinaus und mussten wie im letzten Jahr „unverrichteter Dinge“ wieder abziehen.

Bericht eines Teilnehmers aus Bayern