Autor Thomas Witzgall

SchweinfurtHerz statt Hetze schlägt „Kandel ist überall“

500 Teilnehmer bei „Schweinfurt ist bunt“ gegen etwa 50 Anhänger mit Sympathien für die AfD. So lautet die rein quantitative Verteilung zwischen den beiden Kundgebungen. Die AfD versuchte Druck auf die Polizei auszuüben, jedweden Widerspruch zu unterbinden, entschied sich dann aber, gegen den Protest anzureden. Trauriger Höhepunkt war die Rede eines Vaters, der seinen Sohn durch eine Gewalttat verloren hatte und seine Geschichte in den Dienst des rassistischen Kandel-Bündnisses stellte. Die völkische Initiative kündigte an, in Zukunft verstärkt in ihrer Kampagne auf das Motiv der Stolpersteine zu setzen.

506 Reaktionen

NeuperlachImmer offenere AfD-Werbung unter dem Label Pegida München

Nur knapp 50 Anhänger folgten Michael Stürzenberger am Samstag nach München-Neuperlach. Damit tritt der „Neustart“ weiter auf der Stelle. In den Reden wurde offen zur Wahl der AfD aufgerufen. Gernot Tegetmeyer kritisierte die Strafverfolgung im Bereich Volksverhetzung und verbotene Kennzeichen. Gemeint war wohl der Hitlergruß des Holocaust-Leugners Alfred Schäfer bei der Demonstration in Nürnberg Ende Juni.

449 Reaktionen

PrichsenstadtSchwach besuchter „Konservatismus“-Kongress der AfD-Jugend

Nur etwa 50 Gäste erschienen am Samstag bis zum frühen Nachmittag bei einer Veranstaltung der Junge Alternative Bayern im unterfränkischen Prichsenstadt. Neben dem „Parteiphilosophen“ Marc Jongen und Rechtsaußen Andreas Kalbitz traten dort noch Brückenbauer zur Neuen Rechten und Identitären Bewegung auf. Gerechnet wurde mit deutlich mehr Teilnehmern.

804 Reaktionen

Kirchheim / ThüringenAbgeschirmtes Neonazi-Festival mit nur 220 Besuchern

Nach den kommerziellen Erfolgen der „nationalen Konkurrenz“ in Themar und Ostritz, veranstaltete auch die Kleinstpartei Der Dritte Weg am Samstag ein Festival, angemeldet als öffentliche, politische Versammlung. Im Rahmenprogramm wurde neben Rechtsrock auch Kampfsport beworben. Zu den Rednern zählte mit Wolfram Nahrath der letzte Bundesleiter der verbotenen Wiking-Jugend. Er gehört dem Verteidigerteam von Ralf Wohlleben im NSU-Prozess an. An die Mobilisierungserfolge der Szene konnte die Partei allerdings nicht anschließen. Die Veranstaltung in Kirchheim blieb eher im kleinen Kreis.

29 Reaktionen

NürnbergDemonstration für Holocaust-Leugner: Maximale Provokation, minimale Reaktion der Polizei

Am Ende waren es 250 Teilnehmer, die sich am Samstag einem Aufruf aus der neonazistischen Szene anschlossen und in Nürnberg für die derzeit inhaftierten Holocaust-Leugner Ursula Haverbeck, Horst Mahler, Monika Schaefer und den im NSU-Prozess angeklagten Ralf Wohlleben auf die Straße gingen. Sie forderten die Abschaffung des Volksverhetzungsparagraphen. Bei der Abschlusskundgebung kamen es durchgehend zu Grenzüberschreitungen. Die Polizei griff während der Veranstaltung nicht ein.

2482 Reaktionen