Autor Thomas Witzgall

Eggenfelden: „Dirndl-Volkstod“ und „Geschichten aus dem Schlachthof“

Etwa 20 Neonazis aus diversen ostbayerischen Kameradschaften führten am Samstag, den 25.08.2012 in der Mittagszeit eine Kundgebung am Bahnhof (Hbf) in Eggenfelden durch. Die Veranstaltung war vom Konzept her vergleichbar mit der Kundgebung in Burghausen zwei Wochen zuvor. Die Polizei unterband Protest in Sicht- und Hörweite in jeder Form. Nach verschiedenen Angaben protestierten zwischen 150 und 300 Menschen, darunter Landrat Michael Fahmüller (CSU), gegen die Aktion der Neonazis auf verschiedenen Plätzen im Innenstadtbereich. Getragen wurden diese Veranstaltungen vom DGB-Gewerkschaftsbund und dem Bündnis „Eggenfelden ist bunt“. Währenddessen sorgte der FDP-Kreisvorsitzende für einen Eklat, indem er auch der Veranstaltung der Rechtsextremisten ein gutes Gelingen wünschte.

7 Reaktionen

Gibt es bald ein eigenes „Nazi-TV“?

Seit dem 12.07.2012 wurden auf Youtube insgesamt drei Videos unter dem Titel „es beginnt“ veröffentlicht. Ab dem 13.07.2012 tauchten die Videos auch auf dem neonazistischen Szeneportal Altermedia auf und wurden dort interessiert aber eher mäßig diskutiert. Diese Videos enthalten eine verschlüsselte Botschaft. Aufgelöst werden soll das ganze am 19. August 2012 um 20.00 Uhr. Wegen der Nähe zum Todestag des Kriegsverbrechers Rudolf Heß wurde über einen Bezug zur Kultfigur der Szene spekuliert. Nach unseren Hinweisen geht es allerdings um ein neues Videoprojekt der Szene.
Inzwischen wurden die drei Videos anscheinend wegen Urheberrechtsverletzungen von Youtube gesperrt.

11 Reaktionen

Burghausen: Rassismus und NS-Verherrlichung gehen im Pfeifkonzert unter

Am Samstag, den 11.08.2012, hielten Neonazis aus Ober- und Niederbayern eine Kundgebung in Burghausen, Landkreis Altötting nahe der österreichischen Grenze ab. Kernthema war das bei Rechtsextremisten beliebte „Volkstod“-Thema. Entsprechend radikal und rassistisch waren die Reden gehalten. Etwa 300 Bürgerinnen und Bürger Burghausens, darunter Stadtoberhaupt Hans Steindl (SPD), protestierten lautstark, so dass außerhalb der Wiese, die den Neonazis aus den Reihen des Freien Netz Süd (FNS) als Kundgebungsort zugewiesen wurde, wenig von den Reden zu vernehmen war. Rechtsterrorist Martin Wiese gefiel sich währenddessen in der Rolle des Provokateurs.

17 Reaktionen

Strafbefehl gegen Richard Williamson wegen Volksverhetzung erneuert

Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat erneut einen Strafbefehl gegen Richard Williamson, Bischof der erzkonservativen Piusbruderschaft, beantragt. Anlass bleiben die Aussagen des Bischofs gegenüber einem schwedischen Fernsehteam im November 2008 im Priesterseminar Zaitskofen, Landkreis Regensburg. Die Erneuerung des Strafbefehls war notwendig geworden, weil das OLG Nürnberg den ersten Strafbefehl wegen formaler Fehler aufgehoben hatte.

6 Reaktionen

Erste Verfahren nach Großrazzia in Ostbayern. Rechte Szene nur beiläufig betroffen

Beschlagnahmte Waffen (Foto: Polizeipräsidium Oberpfalz)

Nach der spektakulären Großrazzia Ende Februar 2012 in Ostbayern steht nun die Stück für Stücke gerichtliche Aufarbeitung an. Ein Waffenhändler hatte die Polizei nach seiner Festnahme auf die Spur der verbreiteten Waffen geführt. Die rechte Szene war von der Razzia entgegen damaligen Medienberichten und Spekulationen nur am Rande betroffen.

1 Reaktionen