Autor Thomas Witzgall

Erste Verfahren nach Großrazzia in Ostbayern. Rechte Szene nur beiläufig betroffen

Beschlagnahmte Waffen (Foto: Polizeipräsidium Oberpfalz)

Nach der spektakulären Großrazzia Ende Februar 2012 in Ostbayern steht nun die Stück für Stücke gerichtliche Aufarbeitung an. Ein Waffenhändler hatte die Polizei nach seiner Festnahme auf die Spur der verbreiteten Waffen geführt. Die rechte Szene war von der Razzia entgegen damaligen Medienberichten und Spekulationen nur am Rande betroffen.

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Mühldorf sperrt das Freie Netz Süd aus

Erfolgreiche Blockade

Zu einem Fehlschlag entwickelte sich am Samstag, den 14.01.2012 eine Kundgebung des neonazistischen Kameradschaftsnetzwerkes «Freies Netz Süd» (FNS) im oberbayerischen Mühldorf am Inn. Unter dem Motto «Kriminelle Ausländer raus» wollten etwa 65 bis 70 Neonazis vom Bahnhof in die Innenstadt ziehen. Der Zugang zur Altstadt wurde ihnen aber durch GegendemonstrantInnen und letztlich durch eine Sitzblockade vor allem junger Menschen verwehrt.

Gegen Mittag hatten am Stadtplatz bereits deutlich über 300 Menschen gegen den Aufmarsch protestiert. An dieser Kundgebung nahmen u.a. der Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, Dr. Marcel Huber (CSU), der SPD-Bezirksvorsitzende von Oberbayern und Stellv. Landesvorsitzende, MdB Ewald Schurer, MdL Florian Ritter sowie Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch (beide ebenfalls SPD) teil.

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Freies Netz Süd lud zum Klagelied nach Schwandorf

Neonazi-Aufmarsch in Schwandorf (Foto: Endstation Rechts. Bayern)

Am Sonntag den 18.12.2011 führten Neonazis aus den Reihen des Kameradschaftsnetzwerkes «Freies Netz Süd» (FNS) einen Aufmarsch in Schwandorf durch. Thema war der Verfassungsschutz und die Berichterstattung über die Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) allgemein, sowie die Berichterstattung über die lokale rechte Szene in den lokalen Masenmedien. Mehrere Berichte im «Wochenblatt», der «Mittelbayerische Zeitung» und dem «Neuem Tag» brachten unter anderem Straftaten, Gerichtsverfahren und drohende Verfahren lokaler Neonazi-Aktivisten ans Tageslicht.

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Gedenken an Schwandorfer Brandanschlag im Zeichen der Erinnerungskultur

Gedenktafel für die Opfer des Brandanschlags

Am Jahrestag des rassistischen Brandanschlags von Schwandorf vom 17.12.1988, versammelten sich Angehörige der Opfer sowie Bürgerinnen und Bürger zur offiziellen Gedenkveranstaltung der Stadt. Den Hauptvortrag hielt Dr. Andreas Angerstorfer von der Universität Regensburg. Er stellt seinen Vortrag unter das Thema «Erinnerungskultur». Das lokale Bündnis «Schwandorf ist bunt» hatte dazu parallel eine kleine Ausstellung zur lokalen Erinnerungskultur vorbereitet.

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