Autor Thomas Witzgall

Blamage in München. Pro Deutschland am Boden

Plakat von PRO Deutschland am Boden.

Als der Stellv. Kreisvorsitzende der islamfeindlichen Gruppierung «Pro Deutschland» Uwe Görler am Goetheplatz die Teilnehmer begrüßte und sich für das Kommen bedankte, stockte er bei dem Wörtchen «zahlreich». Zuschauer und auch Polizisten mussten schmunzeln. Zu sehr wich die vorher auf dem Computer erstellte Begrüßung von der Situation vor Ort ab. Gerade einmal 25 Sympathisanten waren dem Aufruf gefolgt. Im Schlepptau hatte man zudem etwa 10 Anhänger der NPD, von denen man sich abzugrenzen suchte. Dies erwies sich aber vornehmlich als Show der Funktionäre.

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Daniel Weigl vs. Justiz: Licht und Schatten für den Betreiber des Final-Resistance-Versandes

Daniel Weigl

Weigl, ehemaliger Vorsitzender der NPD Oberpfalz und Betreiber des neonazistischen „Final Resistance“- Versandes bekam es in der vergangenen Woche zweimal mit der Justiz zu tun.
Vor dem Landgericht Amberg stand die Berufungsverhandlung gegen ein Urteil des Amtsgerichts Schwandorf an, laut dem er eine fünfmonatige Gefängnisstrafe hätte antreten müssen. Der Schuldspruch blieb bestehen, allerdings änderte das Landgericht die Strafe in eine Geldstrafe in Höhe von insgesamt 4.500 Euro ab.
Vor dem Verwaltungsgericht Regensburg klagte Weigl gegen den Ausschluss von der städtischen Silvesterfeier 2011 auf 2012. Hier entschied das Verwaltungsgericht, dass die Maßnahme der Stadt Schwandorf rechtswidrig war.

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Eggenfelden: „Dirndl-Volkstod“ und „Geschichten aus dem Schlachthof“

Etwa 20 Neonazis aus diversen ostbayerischen Kameradschaften führten am Samstag, den 25.08.2012 in der Mittagszeit eine Kundgebung am Bahnhof (Hbf) in Eggenfelden durch. Die Veranstaltung war vom Konzept her vergleichbar mit der Kundgebung in Burghausen zwei Wochen zuvor. Die Polizei unterband Protest in Sicht- und Hörweite in jeder Form. Nach verschiedenen Angaben protestierten zwischen 150 und 300 Menschen, darunter Landrat Michael Fahmüller (CSU), gegen die Aktion der Neonazis auf verschiedenen Plätzen im Innenstadtbereich. Getragen wurden diese Veranstaltungen vom DGB-Gewerkschaftsbund und dem Bündnis „Eggenfelden ist bunt“. Währenddessen sorgte der FDP-Kreisvorsitzende für einen Eklat, indem er auch der Veranstaltung der Rechtsextremisten ein gutes Gelingen wünschte.

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Gibt es bald ein eigenes „Nazi-TV“?

Seit dem 12.07.2012 wurden auf Youtube insgesamt drei Videos unter dem Titel „es beginnt“ veröffentlicht. Ab dem 13.07.2012 tauchten die Videos auch auf dem neonazistischen Szeneportal Altermedia auf und wurden dort interessiert aber eher mäßig diskutiert. Diese Videos enthalten eine verschlüsselte Botschaft. Aufgelöst werden soll das ganze am 19. August 2012 um 20.00 Uhr. Wegen der Nähe zum Todestag des Kriegsverbrechers Rudolf Heß wurde über einen Bezug zur Kultfigur der Szene spekuliert. Nach unseren Hinweisen geht es allerdings um ein neues Videoprojekt der Szene.
Inzwischen wurden die drei Videos anscheinend wegen Urheberrechtsverletzungen von Youtube gesperrt.

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Burghausen: Rassismus und NS-Verherrlichung gehen im Pfeifkonzert unter

Am Samstag, den 11.08.2012, hielten Neonazis aus Ober- und Niederbayern eine Kundgebung in Burghausen, Landkreis Altötting nahe der österreichischen Grenze ab. Kernthema war das bei Rechtsextremisten beliebte „Volkstod“-Thema. Entsprechend radikal und rassistisch waren die Reden gehalten. Etwa 300 Bürgerinnen und Bürger Burghausens, darunter Stadtoberhaupt Hans Steindl (SPD), protestierten lautstark, so dass außerhalb der Wiese, die den Neonazis aus den Reihen des Freien Netz Süd (FNS) als Kundgebungsort zugewiesen wurde, wenig von den Reden zu vernehmen war. Rechtsterrorist Martin Wiese gefiel sich währenddessen in der Rolle des Provokateurs.

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