Kategorie Interview

Jahresrückblick 2020Verhinderter rechter Terror und neue antidemokratische Narrative durch Querdenken

Was waren die wichtigsten Ereignisse im Bundesland 2020 bezogen auf Rechtsextremismus und/oder Rechtspopulismus und/oder Rassismus und/oder Antisemitismus?

Auch 2020 wurden in Bayern wieder rechtsterroristische Bestrebungen bekannt. Im Februar ging der Generalbundesanwalt gegen die „Gruppe S“ vor, benannt nach dem mutmaßlichen Kopf der Vereinigung, Werner S., zuletzt wohnhaft in Mickhausen im Landkreis Augsburg. Auch zwei weitere Unterstützer kommen aus Bayern, Frank H. aus München und Marcel W. aus Pfaffenhofen, die beide auch bei den rechtsextremen Bürgerwehrgruppen Wodans Erben aktiv waren. Die „Gruppe S.“ soll seit etwa September 2019 bestanden haben. Ihr wird vorgeworfen, Anschläge auf Moscheen und hochrangige Politiker geplant und bereits Geld für den Ankauf gesammelt zu haben. Der Prozess ist für 2021 in Stuttgart vorgesehen.

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Drei Fragen zu: Ernst Jünger«Er war einer der wortgewaltigsten Antidemokraten und Antiparlamentaristen jener Zeit.»

Ernst Jünger (1895 – 1998) gilt als eines der ideologischen Vorbilder der Identitären Bewegung. Vielen ist er vor allem durch sein erstes Buch In Stahlgewittern ein Begriff. Im April war Jünger auch Thema bei einem offenen Stammtisch der Jungen Alternative Franken. ENDSTATION RECHTS.Bayern sprach dazu mit dem Politikwissenschaftler Nasser Ahmed, der aktuell über Ernst Jünger promoviert.

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Staatsregierung entzieht sich ihrer demokratischen Aufgabe und ihrer Verantwortung gegenüber den Opfern

Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements und weitere Aufklärung der NSU-Morde durch eine Landtagskommission: Im Kampf gegen Rechts engagieren sich SPD und Grüne im bayerischen Landtag in zwei Anträgen weiter. Doch was sind die konkreten Ziele und wie kann man diese umsetzen?

Ein Gespräch mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Florian Ritter.

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Interview zur Ausstellung «Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen»

Am 08. November wird die Wanderausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ im Nürnberg eröffnet. Gemeinsam mit Leonhard F. Seidl hat die Hauptorganisatorin Birgit Mair vom Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung die Ausstellung erstellt, die demnächst im Nürnberger Gewerkschaftshaus präsentiert wird. ENDSTATION RECHTS.Bayern hat vor der Eröffnung mit Birgit Mair über ihre Motivation für die Ausstellung, den Untersuchungsausschuss und die offenen Fragen gesprochen.

Mit Birgit Mair sprach Katharina Brehm

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