Schlagwort Der III. Weg

Jahresrückblick 2019 Zerstrittene AfD – IB-Rapper im Fokus – Nazis ungestraft mit Fackeln auf NS-Gelände – NSU-Opfer verhöhnt

Das wohl schwerwiegendste Einzelereignis 2019 in Bayern war der Überfall auf eine Münchnerin Anfang Dezember. Sie wurde in ihrer Wohnung von zwei Männern angegriffen, gewürgt und gegen den Kopf geschlagen. Die Täter hinterließen an einer Zimmerwand eine politische Botschaft, die als Racheakt gedeutet werden kann. Die Frau engagiert sich herausgehoben gegen Rechtsextremismus. Am Tag nach der Tat hätte sie in Franken als Zeugin gegen einen Rechtsextremisten aussagen sollen, für eine an ihr 2018 begangene Körperverletzung. Ob es eine Verbindung gibt, ist nicht bekannt.

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WunsiedelNSU-Opfer bei Neonazi-„Heldengedenken“ verhöhnt

Ohne hörbaren Widerspruch entlang der Strecke konnte die Neonazi-Partei III.Weg gestern in Wunsiedel ihre als „Heldengedenken“ titulierte Demonstration durchführen. Der Parteivorsitzende Klaus Armstroff griff das Gedenken an die Opfer des NSU an. Der Comic-Künstler Nils Oskamp sorgte zumindest mit Plakaten für eine stille Intervention entlang der Strecke, die die Neonazis spürbar nervte. Nachdem Ordner einen Fotografen attackierten, riegelte die Polizei die Abschlusskundgebung gegenüber Pressevertretern ab.

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Video zur jährlichen Reinhold-Elstner-MahnwacheExtrem rechte Mahnwache für verstorbenen Holocaustleugner in München

Am 25.April gedachten etwa 25 Neonazis aus den Reihen der Parteien III.Weg und NPD, sowie Anhänger kleinerer Kameradschaften in München dem Holocaustleugner Reinhold Elstner. Der ehemalige Wehrmachtssoldat hatte sich 1995 aus Protest gegen die «Wehrmachtsausstellung» vor der Feld herrnhalle selbst in Brand gesetzt und war am Tag danach seinen Verletzungen erlegen. Gegen die Mahnwache protestierten etwa 125 Personen aus zivilgesellschaftlichen und antifaschistischen Gruppen.

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GeschichtsrevisionismusFulda: Weniger Teilnehmer bei Dresden-Gedenken des III.Wegs

Etwa 150 Teilnehmer konnte die Neonazi-Partei III.Weg zur seit mehreren Jahren stattfindenden Demonstration „Ein Licht für Dresden“ mobilisieren. Die Veranstaltung wurde dieses Jahr in Fulda abgehalten. Die Wahl der Städte wirkt immer mehr beliebig und das Gedenken austauschbar. Gegen den extrem rechten Aufmarsch stellten sich auf diversen Kundgebungen 1.500 Personen, der durch kleinere Blockade behindert wurde.

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Verbot der Neonazi-Partei III.Weg vorerst vom Tisch

Das Bundesinnenministerium hat bereits Ende Juli dieses Jahres einen Vorstoß aus dem Bayerischen Landtag beerdigt, ein Verbot der neonazistischen Kleinstpartei III. Weg weiter zu verfolgen. Die vom Bundesverfassungsgericht im Urteil zur NPD aufgestellten Bedingungen seien nicht erfüllt, die Organisation genieße den besonderen Schutz als Partei. In ihrer Begründungen überzeugen beide Aussagen nicht zu 100 Prozent.

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