Schlagwort Gerichtsverhandlung

Picasso-Schläger: Suff Heil

In Regensburg stehen seit einigen Verhandlungstagen die Nazis vor Gericht, die im Lokal «Picasso» einen Barkeeper zusammen geschlagen haben (was in der Folge zu der Aktion von ca. 100 Regensburger Wirten führte: «Keine Bedienung für Nazis»). Allein die Verlesung eines Auszuges der Vorstrafen der Angeklagten dauerte Stunden!

Seit mehreren Tagen inszenieren sich vier der sechs Angeklagten als uniformierte Gruppe: Die Haare frisch geschoren und Bomberjacke. Zwei tragen Springerstiefel mit weißen Schnürsenkeln, die anderen New Balance-Turnschuhe. Ein anderer Nazi-Skin, der an den zurückliegenden Verhandlungstagen ebenfalls mit Bomberjacke, Springerstiefeln und Aufnähern a la „Arian Nation“ im Zuschauerraum gesessen ist, fehlt heute.

Ein Artikel von Stefan Aigner bei regensburg-digital.de

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Halbtot nach „Thor Steinar“-Spruch – Revision nach Nürnberger Urteil – BGH muss entscheiden

Nachdem der bekennende Rechtsextremist Peter R. am 1. März vor dem Landgericht Nürnberg zu fünfeinhalb Jahren Haft wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden war, haben Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Nebenkläger Revision eingelegt. Der Fall muss nun vor dem Bundesgerichtshof (BGH) neu verhandelt werden. Peter R. hatte im April 2010 einen jungen Mann halbtot geschlagen, nachdem dieser eine abfällige Bemerkung über die „Thor Steinar“-Bauchtasche der Freundin des Neonazis gemacht hatte.

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Nürnberger Nazischläger muss für 5 Jahre und 6 Monate ins Gefängnis

Vor einem nazifreien Zuschauerraum fand heute der letzte Verhandlungstag gegen Peter R. statt. Das Gericht verurteilte ihn wegen schwerer Körperverletzung zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis. In seiner Begründung machte der Richter deutlich, dass die Tat – entgegen dem Plädoyer des Verteidigers – sehr wohl einen politischen, rechtsextremen Hintergrund hatte und dass gerade in einer Stadt mit der Vergangenheit wie Nürnberg so eine Tat nicht geduldet werden kann.

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Nürnberg: Teilgeständnis des Nazi-Schlägers

Heute fand die erste Verhandlung gegen Peter R. im historischen Saal 600 des Nürnberger Amtsgerichts statt. Er ist wegen versuchten Totschlag und gefährlicher Körperverletzung angeklagt, weil er im April 2010 einen deutsch-kurdischen Jugendlichen fast totgeschlagen haben soll. Das Opfer musste mehrmals wiederbelebt werden und lag lange Zeit auf der Intensivstation und ist nach mehreren Operationen immer noch gehbehindert. Auslöser für die Tat waren kritische Äußerungen des Opfers über die „Thor-Steinar“-Tasche der Freundin des Schlägers.

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