Schlagwort Oberfranken

Hof ist BUNT: 1.Mai – Nazifrei! Kommt alle zum friedlichen Widerstand

Der 1.Mai ist für alle Menschen der Tag des Widerstands gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Weltweit gehen an diesem Tag Menschen auf die Straße, um für Frieden, Gerechtigkeit und ein besseres Leben zu demonstrieren. Die Neonazis mobilisieren für den 1. Mai in Hof. Sie wollen „Heraus zum 1. Mai“ und „Zeitarbeit abschaffen“. Was sich auf den ersten Blick liest, wie von Gewerkschaften abgeschrieben, entpuppt sich bei genauem Hinsehen als die altbekannte, braune Soße aus Rassismus, Nationalismus und Gewerkschaftsfeindlichkeit. Es geht ihnen nicht um alle Beschäftigten in den Betrieben, sondern angeblich um die „deutschen Arbeiter“. Es geht ihnen nicht um die Interessen aller hier lebenden und arbeitenden Menschen, sondern sie wollen allein „den Deutschen ein materiell sorgenfreies Leben“ garantieren.

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Heß-Gedenken und „Frankentag“

Nazis und NPD-Mitglieder während einer Demonstration

Unter dem angesichts der Ereignisse in Norwegen unsäglichen Motto „Fremdarbeiterinvasion stoppen“ wollen die Nazis am 30. Juli in Wunsiedel demonstrieren. Und das nächste Großereignis, der „Frankentag“ in der Tradition von Julius Streicher, ist bereits für den 13. August angekündigt, dieses Mal in Unterfranken.

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Wunsiedel: Heß-Grab aufgelöst

Jahrelang – bis zum Verbot der Aufmärsche – war das Grab des Hitler-Stellvertreters Heß in Wunsiedel Anziehungspunkt für alte und neue Nazis. Zu seinem Todestag fanden dort Aufmärsche statt, gegen die sich Wunsiedel unter dem Motto „Wir gedenken der Opfer, nicht der Täter“ erfolgreich zur Wehr setzte.

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«Anti-Minarett-Tag» der NPD: Coburg ist bunt

Am 16. Juli will die NPD in Coburg, unterstützt u. a. vom «Fränkischen Heimatschutz», einen «Anti-Minarett-Tag» durchführen. In ihrem Aufruf schreibt die NPD dazu, dass «die zunehmende Verausländerung gestoppt und der aggressive Herrschaftsanspruch des Islam zurückgedrängt» werden müsse.
Gegen diese rassistische Veranstaltung hat sich in Coburg ein breites Bündnis gebildet, das zu einer Gegenveranstaltung aufruft:

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Braune Brüder unter sich

Ein Neonazi kauft einen Gasthof, aber niemand regt sich auf – wäre doch schlimmer, wenn eine ausländische Familie einziehen würde, sagen Nachbarn.

Die Bewohner von Oberprex lieben die Idylle: sanfte Hügel, getaucht in das kräftige Grün der sprießenden Gerste, Vogelzwitschern, ab und zu mal ein Auto, sonst nur Natur – und am Wochenende ein paar Neonazis.

Ordentlich parken sie ihre Autos vor dem Haus mit der Hausnummer 47, sie schauen sich kurz um, dann verschwinden sie durch die Tür mit der Aufschrift «Privat! Kein Zutritt!». Ein «Festle» feiern die Neonazis nebenan gelegentlich, erzählt der Nachbar.

Eine Reportage von Frederik Obermaier in der Süddeutschen Zeitung

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